Die Intention bei dem Projekt „LADEN“ ist die Auseinandersetzung mit Geschwindigkeit, Distanz und die Position des Individuums im Kontext der neuen Medien. Diese Installation wirkt auf den Rezipienten zunächst irritierend, da eine Erwartungshaltung geweckt wird. Denn durch die gezeigte Szene und die integrierte Animation wird eine kurze Ladeunterbrechung und eine baldige Fortsetzung des Computerspiels suggeriert. Durch den Medienkonsum werden die Menschen auf bestimmte Verhaltensmuster konditioniert. D.h. bei diesem Projekt konkret, dass bei einem Ladevorgang ein endlicher Prozess erwartet wird, aber hier wurde bewusst ein finiter in einen infiniten Prozess transformiert. Der Ladevorgang wird bewusst in den Fokus des Betrachters gerückt, um einen marginalen Prozess mit Inhalten zu füllen. Somit entsteht eine neue Bedeutung dieses Prozesses und es wird eine Reflexion stimuliert. Durch die akustische Begleitung, die einen Kontrast zur gezeigten Szene darstellt, entsteht eine meditative Stimmung. Der Rezipient kann mit der Installation interagieren und diverse Sounds einspielen. Diese Arbeit zeigt das Warten als Analogie zu unserem Leben, eine Iteration der Gegenwart die permanent in die Zukunft gerichtet ist.